WordPress richtig schnell machen – On-Page Optimierungen

Ungeduldige Besucher erwarten immer schnelle Webseiten. Die Ladezeit (Pagespeed) einer Seite ist deshalb für Google ein entscheidender Ranking-Faktor. Es gilt also, die Ladezeiten der WordPress-Seite so gering, wie möglich zu halten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Tipps geben, mit denen Sie auf Ihren WordPress-Seiten den Performance-Turbo  einschalten können.


Der Ist-Zustand: Wie schnell lädt meine Seite überhaupt?

Bevor Sie mit der Optimierung Ihrer WordPress Seite beginnen, sollten Sie zuerst einmal einen Geschwindigkeitscheck durchführen. Google stellt gleich selbst ein praktisches Online-Tool zur Verfügung, um die Geschwindigkeit einer Seite zu analysieren: PageSpeed Insights

Alles was man tun muss ist, die URL seiner Webseite einzugeben. Google analysiert dann automatisch die Seite und zeigt Vorschläge um die Geschwindigkeit dieser Seite zu verbessern.


Die häufigsten Page Speed Killer

1. Caching

Problem:
Der PHP-Code, Scripts und Bilder Ihrer Seite werden bei jedem Aufruf neu geladen.

Lösung:
Die fertige Seite wird zwischengespeichert (gecached) und beim nächsten Seitenaufruf aus dem «Cache» abgerufen. Das Caching kann am einfachsten durch WordPress Plugins aktiviert werden. z.B.: W3 Total Cache oder WP Super Cache

Für Pros:
1) Caching in der wp-config.php aktivieren define('ENABLE_CACHE', TRUE);
2) Einen neuen Ordner “cache” in der wp-content directory:  /wp-content/cache/
3) Die Rechte des neuen Ordners auf 755 oder 777 setzen.

 

2. Bilder

Problem:
Starke, aussagekräftige Bilder sind der Schlüssel zu einer erfolgreichenSeite. Je höher die Bildqualität, je länger die Ladezeit.

Lösung:
Es gibt verschiedene Ansätze die Ladezeit der Bilder zu optimieren.

  • Bereiten Sie Ihre Bilder in einem Grafikprogramm vor. Wählen sie das richtige Grafikformat (gif, png, jpg) und die optimale Bildgrösse bevor Sie die Bilder hochladen. Sie können Ihre Bilder z.B.: auch mit den folgenden Online-Diensten verkleinern: JPEGmini für JPG Dateien und TinyPNG für PNG Dateien.
  • Das Plugin WP-Smush.it sorgt zusätzlich für die Komprimierung der Dateigröße, ohne die sichtbare Qualität der Bilder zu beeinflussen.
  • Benutzen Sie «Lazy Load», ein Prozess, der die Bilder nur im vom Benutzer sichtbaren Bereich der Seite läd. Hier helfen das Lazy Load oder BJ Lazy Load Plugin.

Für Pros:
Sind auf Ihrer Seite viele kleine Bilder braucht jedes einen eigenen Ladeaufruf. CSS Sprites vereint alle kleinen Bilder in einem grossen Bild und mit CSS wird die jeweils richtige Positionierung gesteuert. Damit reduziert sich die Wartezeit beim Bildupload. Um Sprites zu erstellen kann ein Online Service wie  CSS Sprite Generator helfen.

 

3. Code

Problem:
Ähnlich wie bei den Bildern gilt auch für Stylesheets und Javascript, wenn viele Dateien gleichzeitig geladen werden müssen, verlangsamt das den Seitenaufbau.

Lösung:
Die komfortabelste und beste Art, einzelne Dateien zusammenzufassen und zu komprimieren erzielen Sie wieder mit Plugins. z:B.: W3 Total Cache, Autoptimize

Für Pros:
Auch die Reihenfolge muss stimmen. Man braucht die grafischen Funktionen erst wenn die Grafiken geladen sind.
JavaScript asyncron laden duch den Eintrag von async im Scriptaufruf
<script async type=’text/javascript‘ src=’http://www.ihr-script.ch/ …jquery,js’>
oder per Plugin mit WP Deferred JavaScripts, Async JavaScript

 

4. Datenbank

Problem:
Jede WordPress-Installation arbeitet mit einer Datenbank. Mit der Zeit und zunehmenden Daten kann diese langsam werden.

Lösung:
Ein Check der MysQL-Datenbank mit folgenden Plugins zeigt, ob Ihre Datenbank optimiert werden sollte: Query Monitor, Debug Bar
Die Optimierung können Sie anschliessend mit dem WordPress-Plugin WP Optimize vornehmen.

WICHTIG: Immer vorher ein Backup der Datenbank machen.

 

5. Plugins

Problem:
Ein großer Vorteil von WordPress besteht darin, dass man seine Seite sehr einfach individuell anpassen kann, wie sie oben in vielen Beispielen sehen. Doch zu viele und «falsche» Plugins können die Ladezeit Ihrer Seiten beträchtlich verlangsamen.

Lösung:
Mit P3 (Plugin Performance Profiler) kommen Sie Performance-Fressern schnell und einfach auf die Spur. Starten Sie einen Scan und das Tool zeigt Ihnen:

  • wie viele Plugins aktiv sind,
  • wieviel Ladezeit diese benötigen, und vor allem:
  • welchen Einfluss die aktiven Plugins auf die Gesamtladezeit Ihrer Seite haben und wie sich dieser „Impact“ auf die jeweiligen Plugins verteilt.

Haben Sie die problematischen Plugins identifiziert, können Sie diese deaktivieren oder löschen, wenn Sie diese nicht unbedingt benötigen. Oder Sie suchen nach alternativen Plugins, die mit der gleichen oder ähnlichen Funktionalität Ressourcen schonender arbeiten. Wir empfehlen Ihnen wenn möglich die Plugins von WordPress.org zu nutzen.


Es gibt natürlich noch viele andere Optimierungspotenziale. Sie finden dazu viele weitere Informationen im Internet. Uns war es wichtig leicht anwendbare Lösungen zu zeigen, mit denen Sie die grössten Speed-Killer eliminieren können.

 

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